Ausstellerbefragung – Höhere Budgets für Messe-Teilnahmen

Messebau-Profi Marco Wallochny bestätigt Branchen-Trend. Für deutsche Unternehmen, die auf Fachmessen ausstellen, sind Messebeteiligungen das wichtigste Instrument ihrer Business-to-Business-Kommunikation. Im Durchschnitt wollen die Unternehmen in den Jahren 2017/2018 rund 45 % ihrer Budgets für Messen ausgeben.

Das ergab der AUMA MesseTrend 2017, eine repräsentative Befragung von 500 deutschen ausstellenden Unternehmen durch TNS Emnid. Firmen, die vorrangig auf Investitionsgütermessen ausstellen, geben sogar fast 50 % ihrer B2B-Kommunikationsetats für Messen aus. Wir haben den technischen Geschäftsführer des Messebauunternehmens Klaus Lünnemann GmbH aus Ibbenbüren (Nahe Münster/Osnabrück) gefragt, wie er die Lage einschätzt.

Herr Wallochny, Lünnemann ist bundesweit als Messebauer im Einsatz. Können Sie die Ergebnisse des Auma MesseTrend 2017 bestätigen?

Marco Wallochny: Ja, wir spüren, dass die Bedeutung von Messeteilnahmen zunimmt. Im Durchschnitt besuchen unsere Kunden heute mehr Messen als in früheren Jahren. Und viele legen immer größeren Wert auf die einzigartige Inszenierung ihres Unternehmens sowie ihrer Produkte und Leistungen.

Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass Unternehmen ihre Messebudgets aufstocken?

Marco Wallochny: Ich glaube, dass im Zeitalter der Digitalisierung viele Unternehmen wieder merken, dass ein echtes Gespräch und der persönliche Austausch mit Kunden und potenziellen Kunden durch nichts zu ersetzen ist. Und das ein Produkt zum Anfassen einfach mehr Eindruck hinterlässt als ein Produkt zum Anklicken.

Tatsache ist, dass Dienstleistungsunternehmen in den Jahren 2017/2018 ihre Messe-Etats um etwa 4,7 % erhöhen wollen. Und Handelsunternehmen planen um 2,6 % höhere Aufwendungen für ihre Teilnahmen an Messen. Übrigens: im Durchschnitt realisieren deutsche Unternehmen fast zehn Messebeteiligungen innerhalb von zwei Jahren.

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