Charakterkunde: Menschenkenntnis macht toleranter und erfolgreicher

"Für das Angeln braucht man für jeden Fisch den richtigen Köder", begann Persönlichkeitsexperte Gereon Jörn seine Charakterkunde. Die meisten Konflikte entstehen dadurch, dass man dem anderen sein Wertesystem aufdrücken will. Bei anderen Charaktertypen macht das aber keinen Sinn.

Foto: Jörn Martens, NOZ

Die Lösung liegt in der Menschenkenntnis - den anderen nicht zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will, sondern so, wie er behandelt werden will. 

Einer der wichtigsten Erfolgs-Faktoren ist die Fähigkeit, mit anderen Menschen umzugehen. "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler". Um herauszufinden, wie man auf andere Menschen wirkt und warum andere Menschen anders ticken, ist Menschenkenntnis gefragt. Gereon Jörn erläutert anhand der vier Grundcharaktere in der Tradition von Hippokrates: Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker und Sanguiniker.

In jedem Menschen stecken Anteile aller Grundtypen. "Ein Typ in Reinform würde nicht frei herumlaufen", so Gereon Jörn. 

Er beschrieb die Lebensziele und Charaktereigenschaften mit Hilfe des Publikums mit amüsanten Beispielen: den arroganten und aggressiven „Porsche-Choleriker“, den Distanz aufbauenden Melancholiker, den sozial achtsamen und manchmal auch bockigen Phlegmatiker sowie den taktlosen, schwungvollen und trotz allem umgänglichen Sanguiniker. 

Woran der jeweilige Charakter beim Händedruck, im Büro oder in privaten Situationen zu erkennen ist, erklärte Gereon Jörn in gespielten Ein-Mann-Szenen mit lustigen und farbig-sarkastischen Beispielen, überraschenden Tabubrüchen und feinsinnigen Bemerkungen. 

Als Goodie gab ein Kärtchen mit Erläuterungen, wie die vier Menschentypen ticken wenn es ihnen gut oder wie sie sich verhalten, wenn es ihnen weniger gut geht - zum Selbststudium.

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